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Let’s Look at the Science (11) – CO2-QUELLEN UND ABFLÜSSE: WO BLEIBT DER CORONA-KNICK?

mit Prof. Niko Froitzheim

Die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre nimmt zu und führt zur Überhitzung des Klimasystems. Wenn wir die Atmosphäre als CO2-Becken betrachten, dann hängt der Pegelstand im Becken von der Stärke der Quellen, aber auch von der Stärke der Abflüsse ab.

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Let’s Look at the Science (10) – DIE SCHULD AM ZUSAMMENBRUCH

mit Prof. Niko Froitzheim

Wie verteilt sich die Verantwortung an der Klimakrise auf die Nationen? Die aktuellste Untersuchung von September 2020 stammt von J. Hickel (University of London). Die Basis ist, wieviel CO2-Emissionen bis zum Erreichen der planetaren Grenze (350 ppm) erlaubt gewesen wären. Dieses Budget wird nach Bevölkerungszahl auf die Länder verteilt. Dann wird berechnet, wieviel CO2 die Länder ausgestoßen haben, und zwar seit 1850, denn CO2 ist ein langlebiges Treibhausgas. Für die Jahre ab 1970 hat Hickel dabei die konsumbasierten Emissionen verwendet, das heißt, Emissionen bei der Produktion von Gütern werden dem Land des Konsumenten angerechnet. Von den Gesamtemissionen eines Landes wird das erlaubte Budget abgezogen, übrig bleibt das zuviel emittierte CO2.

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Let’s Look at the Science (9) – WIE DIE MEERE DIE KLIMAKATASTROPHE VERZÖGERN

mit Prof. Niko Froitzheim

Wenn im Sommer in Berlin oder München die Hitze steht, ist es an der Küste schön frisch. Der Grund ist die höhere Wärmekapazität des Wassers im Vergleich zur Luft. Das Meer erwärmt sich nach dem Winter viel langsamer als die Luft.

Ähnlich ist es bei der Klimakatastrophe, dem finalen Supersommer sozusagen. Der Mensch hat durch die Emission von Treibhausgasen den Wärmehaushalt des Erdsystems gestört (genau gesagt, nicht „der Mensch“, sondern die Reichen in den Industrieländern, siehe Folge 7). Die Atmosphäre erwärmt sich dabei schneller als die Ozeane. In ihren Tiefen liegen noch Wassermassen, die von der Erderwärmung noch kaum etwas mitbekommen haben.

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Let’s Look at the Science (8) – DIE WÄRMSTEN JAHRE IN DEUTSCHLAND

mit Prof. Niko Froitzheim

Das Jahr 2020 war laut der vorläufigen Auswertung des Deutschen Wetterdienstes das zweitwärmste Jahr in Deutschland seit dem Beginn der Messungen 1881. Auf Platz 1 liegt das geringfügig wärmere 2018, auf Platz 4 liegt 2019. Die Karten aus dem Deutschen Klimaatlas* zeigen die Abweichung der Durchschnittstemperaturen von den Normalwerten (1961 bis 1990). 2020 lag um 2,2 °C über den Normalwerten. Das ist extrem viel, aber noch harmlos in Vergleich zu dem, was 2020 in der Arktis passiert ist, wo die gefährlichsten Kippelemente des Klimasystems lauern.

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Let’s Look at the Science (7) – DER TÖDLICHE FUSSABDRUCK DER REICHEN

mit Prof. Niko Froitzheim

Man kann die Pro-Kopf-CO2-Emission für Länder angeben (wie in Folge 5), man kann sie aber auch für Einkommensgruppen angeben. Die Grafik zeigt die Pro-Kopf-Jahresemission im Jahr 2015 für verschiedene Einkommensgruppen der Weltbevölkerung (basierend auf dem Konsum, das heißt, die mit der Herstellung von Gütern verbundenen Emissionen werden dem Konsumenten in Rechnung gestellt, nicht dem Produzenten). 2015 emittierte das einkommensstärkste Prozent der Weltbevölkerung 74 Tonnen CO2 pro Person (links), die einkommensstärksten zehn Prozent immerhin 23,5 Tonnen. Die mittleren (bezogen aufs Einkommen) vierzig Prozent verursachten den Ausstoß von 5,3 Tonnen pro Person, die einkommensschwächere Hälfte der Weltbevölkerung emittierte durchschnittlich 0,69 Tonnen (rechts).

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Let’s Look at the Science (6) – LA NIÑA ERTRINKT IM HITZEMEER

mit Prof. Niko Froitzheim

Der November 2020 war global der wärmste je gemessene. Solche Rekorde sind schon fast Normalzustand. Aber: im November 2020 waren die Meeres- und Atmosphärenströmungen im Pazifik im La Niña-Modus, und das gibt dem Rekord eine andere Qualität. Das Strömungsmuster im Pazifik schwankt zwischen zwei Extremzuständen. El Niño erhöht die globale Temperatur und La Niña senkt sie. Normalerweise. Im November 2020 ist La Niña in einem Meer von Hitze ertrunken

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Let’s Look at the Science (5) – KLIMA-UNGERECHTIGKEIT

mit Prof. Niko Froitzheim

Der anthropogene Klimawandel ist auch eine brutale Form von Kolonialismus. Der materielle Wohlstand der Industriestaaten wird von den Ländern des globalen Südens bitter bezahlt. Die obere Karte zeigt die Pro-Kopf-Emissionen von fossilem C02 im Jahr 2018 (rot: viel; blau: wenig). Die untere Karte zeigt die Vulnerabilität, d.h. Verletzbarkeit, ebenfalls für 2018 (rot: hoch, grün: gering). Die Vulnerabilität beschreibt, wie sehr ein Land den schädlichen Folgen des Klimawandels ausgesetzt ist (Exposition), wie empfindlich es darauf reagiert (Sensitivität), und wie gut es sich anpassen kann (Adaptions-Fähigkeit).

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Let’s Look at the Science (4) – KLIMASCHUTZ: INDIEN BESSER ALS DEUTSCHLAND

mit Prof. Niko Froitzheim

Entgegen einer häufigen Annahme („Wir können doch eh nichts erreichen, solange die Inder…“) leistet Indien beim Klimaschutz mehr als Deutschland. Der Klimaschutz-Index CCPI wird jährlich von Germanwatch, NewClimate Institute und Climate Action Network berechnet. Er bewertet die Leistungen der Länder im Klimaschutz auf Grund der vergangenen und gegenwärtigen Emissionen, des Energieverbrauchs, des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, der „Paris-Tauglichkeit“ der Klimaziele und der Klimapolitik.

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Let’s Look at the Science (3) – LETZTE FRAGEN AN DIE ERDGESCHICHTE

mit Prof. Niko Froitzheim

Was passiert, wenn das Klimasystem kippt? Das beste Beispiel ist das Massenaussterben an der Perm-Trias-Grenze, vor etwa 252 Millionen Jahren. Vulkanausbrüche in Sibirien setzten große Mengen CO2 frei. Die Vulkane zündeten Kohlelagerstätten an – noch mehr CO2 durch Kohleverbrennung. Kipppunkte wurden überschritten. Permafrostböden tauten auf. Schließlich wurden Gashydrate am Meeresboden instabil. Die massive Freisetzung von Methan ließ die Katastrophe zur Apokalypse werden.

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Let’s Look at the Science (2) – DEUTSCHLAND SUCHT DEN HITZETOD

mit Prof. Niko Froitzheim

Die Grafik zeigt die Abweichung der Temperatur in den ersten elf Monaten 2020 von den Normalwerten, d.h. den Durchschnittstemperaturen von 1961 bis 1990. Der November war auch wieder ein bis drei Grad zu warm. Nur der Mai war kühler als die Normalwerte; am schlimmsten war die Abweichung im Februar. Dieses Wettergeschehen spiegelt die Erhitzung der Erde.

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