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Freiwillig fürs Klima

Motivation

Deutschland hat 2018 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen (1881) erlebt. Die öffentliche Wahrnehmung hat sich geändert, wie an der Art zu erkennen ist, mit der der Deutsche Wetterdienst den Rekord vermeldete: nicht als interessantes Wetterphänomen, sondern als „traurigen Rekord“. Dutzende Menschen starben in den schlimmsten Waldbränden, die Kalifornien seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt hat. Es wird immer klarer, dass die Erderwärmung stattfindet und ihre Opfer fordert. Wenn es so weitergeht, wird sich der Lebensraum der Menschheit in den nächsten Jahrzehnten durch die Überschwemmung von Küstengebieten einerseits und unbewohnbare Hitze- und Dürregebiete andererseits dramatisch verkleinern. Immer mehr Menschen sind sich der Gefahren der Erderwärmung bewusst. Immer mehr Menschen fordern durchgreifende Maßnahmen der Regierungen zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen, die die Erderwärmung verursachen.

Es ist zwar gut, Appelle und Petitionen zu verfassen, aber es reicht nicht aus. Wir einzelnen Menschen müssen und können Verantwortung übernehmen, kreativ und aktiv werden und unsere Macht als Verbraucher einsetzen, um die Wende zu beschleunigen. In Zukunft soll nicht mehr die braune Energie aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas die Basis unserer Technologie und Gesellschaft sein, sondern die grüne Energie aus Sonne, Wind, Untergrundwärme und anderen emissionsarmen Quellen. Das Ziel ist dabei nicht nur, die drohende Klimakatastrophe abzuwenden, sondern besser zu leben.
Um Passivität und Verdrängung hinter sich zu lassen und aktiv zu werden, ist oft nur ein kleiner Schubs nötig. Solche Impulse will „Freiwillig fürs Klima“ geben. Wir fangen klein an, mit Aufklebern für ein freiwilliges Tempolimit auf Autobahnen und weniger Flugverkehr.

Freiwillig 120 auf Autobahnen

Wir hatten, wie viele unserer Freunde, schon lange das Gefühl, dass es ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen geben sollte. Das gibt es ja auch in den Nachbarländern und denen hat es auch nicht geschadet. Ein Tempolimit von 120 km/h würde die CO2-Emissionen aus dem Straßenverkehr senken (um 3 Millionen Tonnen jährlich, wie das Umwelt-Bundesamt berechnet hat) und außerdem Leben retten, denn, wie jeder weiß, ist überhöhte Geschwindigkeit die Ursache vieler tödlicher Unfälle. Irgendwann haben wir uns gefragt: Wenn wir ein Tempolimit von 120 befürworten, warum fahren wir dann selber 140??? Warum soll uns der Staat zu etwas zwingen, das wir auch freiwillig tun könnten?

Das denkt sich auch Piet der Pinguin auf seiner Eisscholle. Mit großer Sorge sieht er, wie in der wärmer werdenden Welt der Eisschild der Antarktis schmilzt und die Meere ansteigen. Und er sagt zu uns: Wartet nicht auf die Regierung – führt das Tempolimit selber ein!
Wir haben einen Traum: eine Autobahn voller „Pinguine“, damit jeder sehen kann: wir alle sind freie Wesen! Wir sind fähig, unser Verhalten freiwillig zu ändern, wenn es für eine lebenswerte Zukunft nötig ist. Dieser Traum ist vielleicht unrealistisch, aber dennoch: Solche Träume müssen wahr werden, um die Klimakatastrophe abzuwenden und eine bessere Zukunft zu erleben.

Flugverkehr und Erderwärmung: Check out!

Wenn wir die Erderwärmung bremsen wollen, dürfen wir das Thema Flugverkehr nicht aussparen. Obwohl es richtig weh tut. Wir haben uns daran gewöhnt, beruflich und zum Urlaubmachen völlig bedenkenlos ins Flugzeug zu steigen. Wochenendtrip und Kurzurlaub per Flugzeug, einmal die Woche mit dem Flugzeug geschäftlich nach Berlin, nach Afrika zur Safari (damit man auch einmal einen Elefanten fotografiert hat), zum Schnorcheln auf die Malediven (solange die Korallenriffe noch nicht der Erderwärmung zum Opfer gefallen sind), nach Australien zum Work and Travel nach dem Abitur, und so weiter. Klimaforscher fliegen auf Konferenzen, wo sie die dramatischen Auswirkungen eines „Weiter so“ in Sachen Emissionen heraufbeschwören. Natürlich kann man nicht einfach jeden Flugreisenden verurteilen: Gerade bei beruflich Reisenden liegt die Entscheidung oftmals gar nicht in der Hand des Einzelnen. Klimaforscher fliegen „für den Guten Zweck“. Aber seien wir mal ehrlich – der Großteil dient für viele von uns doch der Vergnügung oder Bequemlichkeit.

Was ist das Problem? Der Treibhauseffekt durch den Flugverkehr kommt nicht nur durch den CO2-Ausstoß zustande, sondern auch durch die ausgestoßenen Stickoxide und vor allem durch die Kondensstreifen aus Eiskristallen, welche dann als hohe Schleierwolken einen isolierenden Effekt haben. Laut einer Veröffentlichung des Umweltbundesamtes(1) ergibt dies einen Radiative Forcing Index von etwa 3 bis 5, das heißt, die Klimawirkung ist etwa 3- bis 5-mal so groß, wie sie durch den CO2-Ausstoß des Flugzeugs allein wäre. Aus Sicht der globalen Erwärmung ist die Produktion von Flugbenzin also so ungefähr das schlimmste, was man mit Erdöl anstellen kann!

Auf der Website von Atmosfair (2), der anerkanntesten Organisation zur CO2-Kompensation, kann man sich die Klimawirkung eines geplanten Fluges berechnen lassen. Ein durchschnittlicher Flug für eine Person von Frankfurt nach Sydney/Australien und zurück mit Zwischenlandung in Dubai hat, unter Berücksichtigung aller Emissionen, die Klimawirkung von unglaublichen 10.638 kg CO2, also über 10 Tonnen CO2. Zum Vergleich: Die jährliche Pro-Kopf-CO2-Emission in Indien beträgt etwa 1,8 Tonnen (3). Das heißt, mit einer einzigen Flugreise tragen wir so viel zur Erderwärmung bei wie ein durchschnittlicher Bewohner Indiens durch alle seine Aktivitäten in fünf bis sechs Jahren.

Es muss also etwas geschehen. Wortreich zu beklagen, dass der Flugverkehr in Deutschland immer noch staatlich subventioniert wird – das tut uns selbst natürlich am wenigsten weh, bringt aber überhaupt nichts! Wer es nicht dabei belassen will, muss selber etwas tun. Bei Atmosfair C02-Kompensation zu bezahlen, ist schon ein kleines bisschen besser, aber auf die Dauer auch keine Lösung. Die beste und nachhaltigste Lösung ist, sich gar nicht mehr in den Flieger zu setzen, so wie es Klima-AktivistInnen wie Greta Thunberg vormachen. Konferenzen und Arbeitstreffen lassen sich online erledigen – das ist eine der guten Seiten der Digitalisierung. Und Abenteuerreisen kann man ohne Flugzeug ebenso gut oder noch besser erleben – vielleicht mit dem Check-out-Sticker von Pinguin Piet auf dem Koffer!

(1) Studie des Umweltbundesamtes

(2) Atmosfair

(3) Global Carbon Project

Piet als Aufkleber bekommen? So geht's:

Voransicht des Stickers
Voransicht des Stickers

Möglichkeit 1:

Die Sticker mit Piet dem Pinguin gibt es hier als PDF-Datei vollkommen gratis zum Download. Wer einen Aufkleber also selbst auf dem Auto, Notebook o.Ä. haben möchte, kann ihn herunterladen und die Datei beispielsweise bei einem Online-Stickerhandel bestellen. Das kostet für gewöhnlich etwa 12€, wobei die Stückpreise bei größeren Bestellungen deutlich kleiner werden. Deshalb empfehlen wir, gleich eine größere Anzahl zu bestellen und im Freundeskreis zu verteilen!

Möglichkeit 2:

Email mit Angabe Ihrer Adresse und dem gewünschten Motiv an info@freiwillig-fuers-klima.de - dann schicken wir Ihnen einen Sticker zu.

Kontaktieren Sie uns gerne auch mit Ideen und Anregungen!

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